Geheime Stützpunkte der USA in der Ukraine
Bevor wir in die Materie eingehen, sollten wir folgendes wissen:
Gibt es zwischen den USA und der Ukraine einen Verteidigungsvertrag?
Die Charta zur strategischen Partnerschaft zwischen den USA und der Ukraine unterstreicht die Bedeutung der bilateralen Beziehungen und skizziert eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit, Wirtschaft und Handel, Energiesicherheit, Demokratie und kultureller Austausch.
Quelle: Wikipedia
Was viele Bundesbürger nicht wissen:
Berlin, 17.01.2025
Der US-Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) unterhält zwölf Stützpunkte an geheimen Orten auf ukrainischem Territorium entlang der Grenze zu Russland, und am vergangenen Donnerstag besuchte der Direktor des Geheimdienstes, William Burns, die Ukraine zum zehnten Mal seit Beginn des Konflikts in Osteuropa.
Das behauptete die Zeitung „New York Times“ auf Grundlage von „12 Interviews mit Beamten und ehemaligen Beamten in der Ukraine, den USA und Europa“. Nach Angaben der Zeitung reichen die Operationen der CIA in der Ukraine bis Ende Februar 2000 zurück, nach der Flucht des Präsidenten aus dem Land Viktor Janukowitsch, und ermöglichten unter anderem die Ausbildung zahlreicher Geheimdienstspezialisten in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte und Sicherheitsbehörden: Einer davon wäre Kyrylo Budanov, derzeit Leiter der Hauptdirektion für Geheimdienste des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Nach Angaben der „New York Times“ begann die CIA etwa im Jahr 2016 mit der Ausbildung einer Spezialeinheit der ukrainischen Streitkräfte namens „Unit 2245“, deren Aufgabe darin bestand, über die Grenze hinweg zu operieren und russische Drohnen und militärische Kommunikationssysteme in Besitz zu nehmen, um sie an CIA-Techniker auszuliefern für Entschlüsselungsaktivitäten. Budanov sollte genau in dieser Einheit dienen. Die CIA half angeblich auch dabei, „eine neue Generation ukrainischer Spione auszubilden, die in Russland, in ganz Europa, auf Kuba und an anderen Orten arbeiteten, an denen Russland eine bedeutende Präsenz unterhält“. Die Einzelheiten der Partnerschaft zwischen US-amerikanischen und ukrainischen Geheimdiensten seien „schon seit einem Jahrzehnt ein streng gehütetes Geheimnis“, und das Versäumnis des Kongresses, die Hilfe für die Ukraine zu refinanzieren, könnte „die CIA dazu zwingen, einige dieser Aktivitäten einzuschränken“.
Quelle: NovaNews
Welche Rolle spielen US-Geheimdienste im Ukraine-Krieg? Laut Medien eine ziemlich große. Auch das russische Flaggschiff "Moskau" soll mithilfe von US-Erkenntnissen versenkt worden sein. Washington bringt das in die Bredouille.
Wie die "New York Times" und der Fernsehsender NBC unter Berufung auf anonyme US-Regierungsvertreter berichten, sollen die US-Nachrichtendienste den Ukrainern zuvor bestätigt haben, dass es sich bei dem Schiff um die Moskau handelte. Allerdings hätten die USA vorher "nicht gewusst", dass die Ukraine das Schiff angreifen wollte. Beim Untergang der Moskau sollen 250 russische Soldaten ums Leben gekommen sein.
USA lieferten Standorte der mobilen Hauptquartiere der Russen
11.April 2023
Für die US-Regierung ist das Thema hochsensibel: Einerseits will sie die Ukraine bestmöglich militärisch unterstützen - aber andererseits selbst nicht zur Kriegspartei werden. Und: Gezielte Tötungen im Krieg sind zwar durch internationales Recht gedeckt, sind aber für Geheimdienst-Mitarbeiter ethisch trotzdem ein Riesenproblem, sagt Ex-Geheimdienstler Mudd.
Als die Schlagzeile in der "New York Times" bei Twitter auftauchte, zuckte Ex-CIA-Mitarbeiter Philip Mudd zusammen: "US-Geheimdienste helfen der Ukraine dabei, russische Generäle zu töten", titelte das Blatt. Und Mudd, inzwischen Geheimdienstexperte bei CNN, dachte: "Was ist das denn? Normalerweise nimmt man Geheimdienst-Informationen nicht für gezielte Tötungen."
Ein paar Stunden später dementierte dann auch Pentagon-Sprecher John Kirby die Geschichte. Es sei zwar richtig, dass die USA die Ukraine mit Aufklärung aus dem Schlachtfeld versorge. Aber: "Wir liefern keine Informationen über den Aufenthalt von hochrangigen russischen Offizieren auf dem Schlachtfeld und beteiligen uns nicht an den Angriffs-Entscheidungen des ukrainischen Militärs."
Schon zwölf hochrangige russische Offiziere will die Ukraine seit Kriegsbeginn getötet haben. Laut "New York Times" soll dabei die amerikanische Aufklärung eine entscheidende Rolle gespielt haben. So hätten die US-Geheimdienste den Ukrainern in Echtzeit nicht nur Daten über Truppenbewegungen geliefert, sondern auch über die Standorte der mobilen Hauptquartiere der Russen.
Im Internet sind zwischenzeitlich mehrere geheime US-Dokumente aufgetaucht - unter anderem zu Waffenlieferungen und dem Frontverlauf in der Ukraine, aber auch zur Spionage innerhalb Russlands. Der Schaden ist schon jetzt immens.
Weiterhin deuten die geleakten mutmaßlichen US-Geheimdienstdokumente zum Ukraine-Krieg darauf hin, dass westliche militärische Spezialkräfte in der Ukraine im Einsatz sein könnten. Die BBC und der „Guardian“ berichteten heute übereinstimmend unter Berufung auf eines der Dokumente, dass Großbritannien in dem Kriegsland rund 50 Kräfte seiner als „Special Forces“ bekannten Eliteeinheit einsetze.
Andere NATO-Staaten sollen mit ähnlichen Einheiten an Ort und Stelle sein – so etwa Frankreich und die USA mit jeweils rund 15 Kräften. Aus dem Dokument geht den Berichten zufolge nicht hervor, wo die Spezialkräfte sich genau aufhalten und was sie konkret tun.
Quellen: Tagesschau, NovaNews